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Mein liebster Feind - Klaus Kinski = My best friend GB/BRD 1999 |
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Genre: Dokumentarfilm Regie: Werner Herzog Drehbuch: Werner Herzog Darsteller: Claudia Cardinale, Justo Gonzales, Werner Herzog, Klaus Kinski, Eva Mattes, Benino Moreno Plácido, Beat Presser, Guillermo Ríos, Andrés Vicente, Baron von der Recke Produzent: Lucki Stipetic Kamera: Peter Zeitlinger Schnitt: Joe Bini Musik: Popol Vuh Farbe: s/w, Color Sprache: Deutsch Dauer: 99 Minuten Erstaufführung: 27.6. 1999, Filmfest München Inhalt: In seiner Dokumentation lässt Regisseur Werner Herzog sein Verhältnis zu Klaus Kinski Revue passieren, mit dem er einige seiner wichtigsten Film gedreht hat (u.a. 'Fitzcarraldo', 'Aguirre, der Zorn Gottes'). Er reist wieder zu peruanischen Drehorten, an denen intensive Arbeiten entstanden. Werner Herzog erzählt, unterstützt von Filmausschnitten und Archivbildern, seine privaten Erinnerungen. Die äußerst fruchtbare Zusammenarbeit der beiden Künstler war durch eine für Außenstehende unbegreifliche Aggression geprägt. Die enge Männerfreundschaft, immer zwischen Hass und Bewunderung, gipfelte zuweilen in Mordgedanken gegeneinander ... Mit seiner persönlichen Berichterstattung über den Star Kinski , lässt Werner Herzog sein eigenes Filmwerk Revue passieren. Kritik: (...) Bei aller Wucht der Erinnerung ist diese Dokumentation des souverän selbstironischen Erzählers Herzog auch feinste Unterhaltung, voller Witz und Emotion. Am Ende sehen wir den notorischen Wüterich Kinski sanft mit tropischen Schmetterlingen spielen. Mit einem selbstvergessenem Lächeln um den lasterhaften Mund. Gegen die eigene Vernunft, sagte Herzog beim AZ-Gespräch zum Filmfest München, hätte er dies Bilder platziert und damit Kitsch riskiert. Auch das war es wert. Denn Kinski war auch ein großes Kind, staunend und liebenswert. "Mein liebster Feind" ist ein Film über die für Außenstehende immer rätselhaft gebliebene Hassliebe von Werner Herzog und Klaus Kinski zueinander, über das tiefe Vertrauen, das Schauspieler und Regisseur miteinander verband, und die Mordpläne, die sie gleichzeitig gegeneinander schmiedeten. Kinski tobt, Kinski schreit: Fünf Kinofilme hat der Regisseur Werner Herzog in den siebziger und achtziger Jahren mit dem genialischen Egomanen gedreht, in Urwäldern und Wüsten, oft unter Lebensgefahr. Sieben Jahre nach Kinskis Tod ist Herzog an diese Schauplätze zurückgekehrt. Dabei ist ihm eine überraschend humorvolle Hommage an einen schwierigen Star gelungen. Und eine Liebeserklärung an das Kino. Sehr persönlich geriet die faszinierende Rückschau des Regisseurs Herzog, es schwingen sowohl Zorn als auch Zärtlichkeit mit. Eines wird durch den unterhaltsamen Mix aus Making-Of-Szenen, Zeitzeugen-Interviews und Filmausschnitten sonnenklar: Es geht nicht nur um einen Irren - hier hatten sich zwei Verrückte gesucht und gefunden. Der Filmemacher setzt sich zugleich selbst deutlich in Szene, so dass dies nicht nur ein Film über einen außergewöhnlichen Schauspieler und Menschen wurde, sondern auch über eine von Machtkämpfen und Eitelkeit überschattete Männerfreundschaft. Als Dokument des dahingeschiedenen deutschen Autorenfilms von hohem Wert. Sie waren ein Traumteam des deutschen Films. Werner Herzog und Klaus Kinski rangen sich gegenseitig Klasse-Streifen wie "Fitzcarraldo", "Nosferatu" oder "Woyzek" ab. Regisseur Herzog hat die künstlerische Beziehung acht Jahre nach dem Tod "seines" Darstellers zum Thema eines außergewöhnlichen Dokumentarfilms gemacht. Trauerarbeit, die sich in Spaß verwandelt. (...) So gewinnt seine Huldigung für den genialen Unhold, mit allerlei unveröffentlichtem Material gefüttert, erstaunlichen Unterhaltungswert. Die Geschichte einer unmöglichen Beziehung zwischen Genie und Wahnsinn. Faszinierend! |
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Triptychon Boris Vian François Villon Klaus Kinski Links Autor Gästebuch Kontaktzuletzt aktualisiert am 06.05.2001 |